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Akeem
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Kurzgeschichten-Wettbewerb - Horror Empty Kurzgeschichten-Wettbewerb - Horror

am 21.07.19 21:20
Buh!

Für die nächste Runde des Kurzgeschichten-Wettbewerbs habt ihr euch für etwas Schauriges entschieden. Ob nun Monster oder Axtmörder oder einfach nur die nächste Matheprüfung. Was auch immer euch am meisten in Angst und Schrecken versetzt, ist in diesem Wettbewerb genau richtig. Lasst euren schlimmsten Ängsten freien Lauf und gruselt eure Leser, so gut ihr könnt!
Und weil das Wetter besonders gut derzeit ist, geben wir euch etwas extra Zeit. Viel Spaß beim mitmachen! Hier die Fakten...

Das Thema dieses Mal ist: Horror
Dieser Begriff ist natürlich wie immer frei zur Interpretation und jeder der will kann mitmachen!


Hier nun die wichtigsten Fakten:
Die Geschichte ist bis zum
01.09.2019 23:59 Uhr einzureichen. 
Alle weiteren Regeln findet ihr hier:
http://anime.forumieren.de/t5871-aktuelles-regelwerk-kurzgeschichten-wettbewerbe

Bitte lest und beachtet diese vor der Abgabe.






Zu Gewinnen gibt es wie immer wunderschöne Abzeichen von @Mithras :


Kurzgeschichten-Wettbewerb - Horror NbtlpO0


Zuletzt von Akeem am 05.09.19 21:40 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Akeem
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Kurzgeschichten-Wettbewerb - Horror Empty Re: Kurzgeschichten-Wettbewerb - Horror

am 02.09.19 18:50
Der Wettbewerb ist vorbei und wir haben dieses Mal leider nur eine Abgabe. Das gute daran: Wir können direkt unseren Gewinner krönen!

Augen
von @Spartan0712

Angst. Damit hatte Dr. Matthew Tomson eigentlich täglich zu tun. Von früh morgens bis nachmittags hörte er den Insassen des Fenningway Asylum bei ihren Monologen zu. Viele seiner Patienten waren nicht mehr fähig eine normale Konversation zu führen, waren sie doch zu tief in ihren Wahnvorstellungen versunken. Andere stammelten nach einer Lobotomie-ähnlichen Behandlung nur mehr einzelne Worte. Nur wenige gingen tatsächlich auf seine Fragen ein. Eine von ihnen war Mrs. Smith, ein Name den sie von der Verwaltung der Anstalt bekam, da sie keine Papiere hatte und ihren wahren Namen nicht sagen wollte.
Dr. Tomson hatte bisher erst einmal die Gelegenheit mit der jungen Frau zu sprechen, doch sie faszinierte ihn bereits. Ihr Fall war anders. Sie war ruhig, antwortete ihm in ganzen Sätzen und zeigte eigentlich keine Anzeichen einer Geisteskrankheit. Es waren die Umstände unter denen sie gefunden wurde, wegen derer sie hierher gebracht wurde.
„Also Mrs. Smith…“
„Miss.“
„Wie bitte?“
„Sie sagten Mrs. Aber Herr Doktor Sie müssen wissen, ich war noch nie verheiratet.“
Mit seiner Füllfeder machte Matthew eine Notiz neben dem Namen in der nur spärlich von einer Gaslampe beleuchteten Krankenakte. Nachdem er sich die Brille zurechtgerückt hatte, wandte er sich wieder seiner Patienten zu.
„Dann also Miss Smith, können Sie mir sagen, wo Ihre Augen sind?“
„Aber natürlich Herr Doktor.“ Ohne ihr Gesicht vom Seelenarzt abzuwenden zeigte sie mit dem Finger an einer Wand. „27,8km in diese Richtung, in einer kleinen Schatulle, vergraben zwischen den Wurzeln eines Schwarzen Holunderbaums.“ Noch bevor die Frau ihren Arm senkte, näherte sich Dr. Tomson mit einem Kompass in der Hand. „Erstaunlich…“, murmelte er. Ihr Finger zeigte exakt nach Nordwesten, wo man sie drei Tage zuvor fand, knapp 28km entfernt.
Zurück auf seinem Stuhl schrieb er die Beschreibung der Stelle auf ein Blatt Papier und reichte es einem Pfleger, der neben der Tür des Raums stand.
„Nun gut Miss Smith. Können sie mir jetzt auch sagen WIESO sich ihre Augen in einer Schatulle unter einem Holunder Baum befinden?“
„Ach Herr Doktor, Sie wissen doch bestimmt, dass in einem Holunder schützende Geister zu hausen pflegen. Nur sie können meine Augen im Zaum halten."
Mit leichten Kopfschütteln musste Matthew sich vom Gesicht der jungen Frau losreißen. Sie hatte ein wunderschönes, ehrliches Lächeln, das jeden ansteckte, der es sah. Ihre leicht lockigen blonden Haare fielen ihr über die linke Schulter und die Sommersprossen auf ihren Wangen ließen sie unschuldig und lieblich wirken. Doch waren es die leeren Augenhöhlen, über die sich vernarbte Haut spannte, die jeden Blick auf sich zogen.
Wieder schrieb der Arzt einige Worte in die Krankenakte. Er wusste zwar um die esoterische Bedeutung, die man gewissen Pflanzen zuschrieb, doch glaubte er nicht daran. Für ihn gab es essbare und giftige Pflanzen, Hart- und Weichholz und Pflanzen mit medizinischem Nutzen, doch gute und böse Geister in Bäumen waren für ihn nichts anderes als Aberglaube.
„Eigentlich wollte ich mit meiner Frage erfahren weshalb und wie Sie Ihre Augen entfernt haben, Miss Smith.“
„Oh. Verzeihung, Herr Doktor.“ Ein leichtes Kichern entwich ihr.
„Um sie nicht mehr sehen zu müssen, natürlich. Es gab einfach keinen anderen Ausweg mehr, als sie
zu entfernen.“ Wieder kicherte die Frau ein wenig und deutete mit der Hand eine kratzende
Bewegung vor ihrem Gesicht an.
„Um WEN nicht mehr sehen zu müssen, Miss Smith?“, hakte der Seelenarzt nach. Eine Vermutung
schlich sich ein, doch er musste es erst hören, bevor er eine vorläufige Diagnose in die Akte schreiben
konnte.
„Das kann ich Ihnen leider nicht sagen, Herr Doktor.“ Schlagartig änderte sich der Gesichtsausdruck
der Patientin. War sie noch zuvor fröhlich, wirkte sie nun traurig, fast schon schmollend.
„Hat Ihnen jemand verboten es zu sagen?“
„Nein, Herr Doktor. Ich kann sie nicht beschreiben, da Sie es nicht begreifen würden. Nur wer sie
sieht, kann sie verstehen.“
Langsam hob Miss Smith die Hände und legte sie über die Stellen, wo einst ihre Augen waren. Leises,
gedämpftes Schluchzen war zu vernehmen. Als es lauter wurde, begann die Gaslampe zu flackern
und ging schließlich aus. Sofort öffnete der Pfleger die Tür des Behandlungsraums um Licht vom Flur
herein zu lassen.
„Das ist doch…“ murmelte er mit weit aufgerissenen Augen. Tränen tropften von den Händen der
jungen Frau, die nun nicht mehr am Stuhl, sondern zusammengekauert in der Ecke des Raumes saß.
„Nein… Nein… Nein! NEIN!“ Immer wieder schrie sie dieses Wort. Sofort kamen weitere Pfleger in
den Raum und versuchten sie zu bändigen. Vier Mann mussten die tobende Frau zurück in ihr
Zimmer zerren. Erst als sie den Raum verlassen hatte, leuchtete die Lampe wieder und Dr. Tomson
konnte seine Gedanken in der Krankenakte niederschreiben. Sein Herz pochte wie verrückt. Er war
zwar daran gewohnt Patienten mit starken psychotischen Schüben in seinem Büro zu haben, doch
bei Miss Smith verwunderte es ihn besonders.
„Diagnose: Halluzinierende Psychose mit Panikattacken“ Mit einer dicken Linie unterstrich er die
Worte am Papier und ordnete die Akte in den Schrank an der Wand.
Zu Hause drehte sich Matthew stundenlang in seinem Bett, doch seine Nacht wollte nicht mit Schlaf
gesegnet sein. Die Stimme der jungen Frau hallte in seinem Kopf nach und der Anblick ihres leeren
Gesichts wollte ihn nicht in Ruhe lassen. Für ihn war eines klar: Er musste sich den Ort ansehen, an
dem sie gefunden wurde. Er musste die Umstände verstehen unter denen sie lebte… um sie zu
verstehen.
„Dr. Tomson! Sind Sie sich sicher, dass sie das tun wollen?“, fragte ein junger Mann in weisem Kittel
am nächsten Morgen.
„Ich will es nicht, Carl, aber ich muss es tun.“ Mit einem Nicken entfernte sich Carl, ein junger, neuer
Pfleger. Nur wenig später hörte man das Rattern und Knattern eines Automobils. Es war das einzige
Exemplar dieser neumodischen Maschinen das sich die Anstalt leisten konnte. Normalerweise
wurden damit Patienten abgeholt doch heute unternahmen Matthew und Carl damit einen Ausflug.
„Das ist er, Dr. Tomson.“
„Bist du dir sicher?“
„Ja. Im Garten meiner Eltern stand genau so einer. Meine Mutter machte immer Saft aus…
unwichtig.“ Kleinlaut beendete der Junge seinen Satz und stoppte das Automobil am Rand eines
Waldweges. Von der Rückbank holte er zwei Schaufeln und rammte eine davon in die Erde unter den
Baum. Es dauerte nicht lange bis ein Stich in den Boden einen dumpfen, hohlen Schlag erklingen ließ.
„Ich denke ich hab sie, Dr.“ sagte Carl und legte die Schaufel ab. Um seinen Fund nicht zu
beschädigen wischte er die restliche feuchte Erde mit den Händen zur Seite. Es graute ihm ein wenig
davor, sie zu öffnen, doch er wusste, dass es sein musste. Der Pfleger atmete einmal tief durch und
ließ das Schloss auf klicken. Mit zusammen gekniffenen Augen hob er langsam den Deckel.
„Wann wurde sie gefunden, Dr.?“ fragte Carl nervös.
„Vor vier Tagen.“
„Und wann hatte sie ihre Augen ausgekratzt?“
„Aufgrund der Narben muss es vor fast einem halben Jahr gewesen sein. Wieso fragst du das, Carl?“
„Müssten die Augen dann nicht schon verrottet sein?“ Kreidebleich und mit Schweißtropfen auf der
Stirn drehte er die offene Schatulle langsam zu Matthew. Die großen Augen darin sahen aus als hätte
sie man gerade erst entfernt. Selbst das Blut war noch nicht geronnen.
„Schließe sie…“ murmelte der Arzt. Auch ihm fehlte die Farbe im Gesicht. Sein Herzschlag hörte sich
fast an, wie der Motor des Automobils und das Unwohl ließ seine Hände zittern.
Die halbe Strecke zurück sprachen die Männer kein Wort, doch dann gewann Carls Neugier.
„Dr. Tomson? Sagte Miss Smith nicht, dass sie etwas gesehen hatte?“
„Ja. Ja das hat sie gesagt.“
„Aber… die Augen… da war... Grauer Star. Sie muss blind gewesen sein.“
„Ja. Ja das muss sie.“
Ohne Worte und mit starrem Blick überreichte Matthew die Schatulle einem der anderen Pfleger, die
die beiden bei ihrer Ankunft am Asylum empfingen. Er wollte sofort zur jungen Frau der der Inhalt
gehörte.
„Dr. Tomson! Sie können jetzt nicht…“, versuchte ein Pfleger an der Tür ihn abzuhalten, doch er
schob ihn nur aus dem Weg. Das metallische Klacken des Türschlosses ließ ihn zusammenzucken.
„Sie haben sie gefunden, oder, Herr Doktor?“, fragte die junge Frau schluchzend. Wieder saß sie
zusammengekauert in der Ecke, den Rücken zum Arzt gedreht. Nickend bestätigte er was sie gefragt
hatte und bekam dazu nur eine leises „mhm…“ heraus.
„Und Sie haben sie geöffnet, oder, Herr Doktor?“ Mit derselben Reaktion bejahte er auch diese
Frage.
„Und verstehen Sie jetzt, Herr Doktor?“ Tränen drückten sich aus den Augenwinkeln des Psychologen
und ein verängstigtes Grinsen zog sich über sein Gesicht. Wieder nickte er, denn nun verstand er. Er
sah sie, er fühlte sie. Sie waren unbeschreiblich… unbegreiflich für den menschlichen Verstand. Keine
Menschen und keine Tiere. Weder gut noch böse. Nicht tot und nicht lebendig. Einfach… da. Und sie
alle starrten ihn an. Sie starrten mit augenlosen Gesichtern und doch konnte er ihre Blicke auf sich
fühlen. Der Raum war voll von ihnen. Vom Boden bis zur Decke reihten sich Gesichter und doch
waren sie alle gleich groß.
„Konntest du sie auch hören?“, fragte er langsam. Die junge Frau hob den Kopf und stütze sich mit
blutigen Händen am Boden ab. Schwer atmend drehte sie den Kopf zu ihm. Blut floss aus ihren
Augenhöhlen. Sie hatte sich die Haut abgekratzt. Langsam kam sie Matthew näher. Sah ihm dabei
zielgerichtet in die Augen, bis sie nur wenige Zentimeter vor ihm stand.
„Nein…“, flüsterte sie.
Ihre Stimmen hallten in Matthews Kopf. Worte die keinen Sinn ergaben und doch eine eindeutige
Botschaft enthielten. Stimmen die sich weder nach lebenden Wesen noch nach Maschinen anhörten
und obwohl sie alle gleichzeitig sprachen konnte er jeden von ihnen klar hören.
Angst. Damit hatte Dr. Matthew Tomson eigentlich täglich zu tun. Doch nun verstand er sie.
„Hilf mir…“ Weinend flüsterte der Doktor seine Bitte in Richtung der jungen Frau. Lieblich lächelnd
hob sie die Hände und begann ihre Fingernägel in seine Augen zu drücken.
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Kurzgeschichten-Wettbewerb - Horror Empty Re: Kurzgeschichten-Wettbewerb - Horror

am 02.09.19 20:39
Review zu Augen

Bei Augen handelt es sich um eine klassische Horror-Geschichte aus der Welt der Gespenster, Geister und des Unfassbaren. Es spielt vermutlich Anfang des 20. Jahrhunderts und Beschreibungen der Welt und der Charaktere lassen uns ein wenig an Science-Fiction Klassiker wie Frankenstein denken. Auch das Setting ist stark an die klassischen Gruselgeschichten angelehnt, es beginnt und endet in einer Institution für mental Kranke. Der Twist am Ende, kommt nicht unerwartet, kann aber aufgrund des Gedankens des Unfassbaren durchaus Grusel beim Leser auslösen. Sich zu überlegen, wie diese Wesen aussehen könnten, ist dabei ein besonderer Spaß.
Wir hätten uns ein bisschen mehr Charakterisierung des Doktors gewünscht, sowie vielleicht etwas mehr des interessanten Gesprächs mit der Patientin, das spannend anfängt, aber dann sich keine Zeit nimmt und direkt mit dem ersten großen Twist (dass sie keine Augen hat) herausrückt, ohne dass der Leser zuvor eine Möglichkeit hat, es vorauszusehen. Feinschliff ist, was man hier und da noch ansetzen kann. Die Szenen etwas länger, vielleicht ein paar Traumsequenzen oder ein paar mehr interessante Gespräche könnten die tolle Atmosphäre, die der Leser beim Lesen entwickelt, noch mehr verdichten und das Ende noch einmal verstärken.
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Kurzgeschichten-Wettbewerb - Horror Empty Re: Kurzgeschichten-Wettbewerb - Horror

am 02.09.19 20:40
Wie geht's weiter?
Ich hoffe mal, es lag am Thema und am Sommer. Wir werden vermutlich den September noch frei nehmen, um sicher zu gehen, dass das Wetter auf jeden Fall schlecht genug ist, um drinnen zu bleiben und zu schreiben. Thema Vorschläge wie immer gerne. Gerne auch von Leuten, die wirklich gerne mitmachen wollen ;)

Das Abzeichen für dich kommt natürlich noch, Spartan. Mithras sitzt vermutlich schon dran. Danke für deine Teilnahme!
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Kurzgeschichten-Wettbewerb - Horror Empty Re: Kurzgeschichten-Wettbewerb - Horror

am 02.09.19 21:05
Das Setting ist tatsächlich am Anfang des 20. Jahrhunderts angesetzt, inspiriert wurde ich aber weniger durch klassische Geschichten sondern eher durch den Horror von Lovecraft oder dem Spiel Town of Light.
Was weitere Charakterisierung oder Gespräche oder so angeht: wie lang kann eine Kurzgeschichte maximal sein?^^ Wie viel kann man zumuten ohne dass der Spannungsbogen abreißt oder dee Leser sich langweilt? So ist es meiner Meinung nach ein guter Kompromiss. ;)
Ich hätte es zwar weiter auaführen können aber vielleicht wäre ich dann auch nicht rechtzeitig fertig geworden.

Vorschlag zum nächsten Thema: Erstkontakt
Akeem
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Kurzgeschichten-Wettbewerb - Horror Empty Re: Kurzgeschichten-Wettbewerb - Horror

am 02.09.19 21:15
Das sind alles sehr gute Fragen. Du sprichst eher die klassischen Merkmale einer Kurzgeschichte an, welche ich ja bekannter Maßen nicht so wirklich vertrete. Allerdings seid ihr alle mehr der Meinung, dass diese klassischen Merkmale einer Kurzgeschichte sehr wichtig sind, weil sie immer wieder bei euch als Argumentation auftauchen.
Nehmen wir dies als Grundlage, hast du natürlich völlig recht. Die Länge ist dann mittelmäßig und dass handelnde Charaktere ohne wirkliche Charakterisierung bleiben, ist völlig richtig und entspricht voll dem, was man bei einer Kurzgeschichte machen sollte. 

Werde zukünftig meine Art zu bewerten vielleicht diesen klassischen Merkmalen anpassen, damit es für euch mehr bringt.
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Kurzgeschichten-Wettbewerb - Horror Empty Re: Kurzgeschichten-Wettbewerb - Horror

am 02.09.19 21:26
Nimm das nicht als persönliche Kritik ;D Ist eben nur sehr schwer außerhalb der klassischen Kriterien zu schreiben, wenn man in der Schule Jahre lang nur das eingetrichtert bekommt xD
Sanara
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Kurzgeschichten-Wettbewerb - Horror Empty Re: Kurzgeschichten-Wettbewerb - Horror

am 02.09.19 22:02
Meiner Meinung nach ist es nicht die Erklärung von „mein Charakter steht morgens um 7 auf, isst am liebsten Kuchen und hat lilablassblaue Augen“, die den Charakter lebendiger werden lässt.
Es stört mich etwas, dass ihr immer damit argumentiert „wenn ich meinen Charakter mehr beschreiben muss, dann wird die Geschichte ja viel zu lang.“ 
Ich habe die Meinung, dass dem nicht so ist. Sondern es ist der Fehler den viele machen und zwar zu erklären anstatt zu zeigen. Es stimmt einfach, dass dies unfassbar viel über den Charakter preisgibt, ohne viel über ihn zu erzählen. Um den Leser näher an einen Charakter zu bringen, muss er nicht dessen Lieblingsfarbe kennen. Er muss den Schmerz fühlen, die Angst schmecken und die Umgebung riechen wie der Charakter selbst. Das bringt ihn näher.
Das ist keine von akeem persönlich erfundene Kritik. Das wird auch in Romanen bemängelt und die haben etliche Seiten Zeit einen Charakter zu erklären. 

Warum kann man in einem Gedicht so viel sehen? Weil es uns mit einer Art und Weise an die Situation bringt die so nah und Echt wirkt, als hätte man es selbst erlebt. Und das mit noch viel weniger Worten, als in einer Kurzgeschichte. Es ist nicht die Anzahl der Worte, die deine Geschichte gut oder schlecht macht. Es ist nicht die Kurzgeschichte oder der Roman, der geschrieben wurde. Es ist das Wie. 
Und das hat sich nicht mit den Punkten „welche Merkmale hat eine Kurzgeschichte“ geschafft. Es ist viel viel mehr als das und ich finde es so schade, dass ihr statt zu üben und zu lernen immer glaubt ihr hättet schon alles an Wissen und Können das man braucht. 
Es gibt ja einen Grund warum nicht jeder von uns hier ein bekannter Autor ist. Und wenn ihr das werden wollt dann solltet ihr Kritiken wie die von Akeem aufsaugen und studieren, um damit zu arbeiten und zu lernen. Ihr werdet so schnell niemanden finden, der euch eine so professionelle und liebevolle Kritik formuliert. Wenn ihr wüsstet wie viele Gedanken er sich macht ob das nun zu gemein geschrieben ist, so viel Mühe macht Er sich für Leute die er nicht kennt. Wenn man ihn anschreibt, ihm privat Fragen stellt, dann kann man sicher sein das die Antwort hilfreich und professionell ist. 
Man muss nicht jeden Tipp aufnehmen, nicht alles so abändern wie es vorgeschlagen wird. Aber man sollte mit der Kritik arbeiten, darüber nachdenken und lernen. Ansonsten werdet ihr das nächste Mal die selbe Geschichte schreiben, mit anderen Inhalt. 

Ich schreib das hier nicht als Jury-Mitglied sondern als User Sanara und mir ist es egal, ob dieser Post nun professionell oder gemein ist. Aber mich nervts und langsam und ich frag mich wo Akeem seine Geduld her nimmt. 
Ich hab das nicht mit ihm abgesprochen, also reflektiert es nicht auf ihn zurück, sondern auf mich. Es ist an alle gerichtet, die sich angesprochen fühlen. Nicht nur an den Gewinner. 
Tut mir leid wenn es unfreundlich war. Bitte löst keine Diskussion aus, wenn ihr mich wütend anschreiben wollt, macht es gerne privat oder in discord. :)
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Kurzgeschichten-Wettbewerb - Horror Empty Re: Kurzgeschichten-Wettbewerb - Horror

am 02.09.19 22:26
Kommen meine Antworten hier immer als krmpfhafter Versuch mich selbst zu verteidigen an? Oo
Ich wollte eigentlich nur aufzeigen was so beim Schreiben meine Gedanken waren. ich weiß die Kritik der Jury sehr zu schätzen und versuche auch sie aufzunehmen nur ist es eben schwer etwas neu zu erfinden was man über mehrere Jahre trocken hingeklatscht bekommen hat. Bisher (also in der Schule) hieß es ja immer "Kurzgeschichte muss genau so und so sein, eine Charakterisierung genau so!"
Dazu kommt dan mich die eigene Recherche und der eigene künstlerische Blickwinkel. Gerade im Horror Genre ist es ein Vorteil wenn der Charakter nicht im Vordergrund steht, sondern das Geschehen. Horror ist etwas universelles und nichts das nur einem bestimmten Charakter widerfahren kann (so wie es bei anderen Genres z.B. Spionagethriller ist). 
Ich bin auch dankbar dafür dass man schon mal eine private Vorabkritik bekommen kann und ich hab deswegen auch schon den ein oder anderen Absatz komplett umgeschrieben.

Meine Antwort hier war dedinitiv nicht als Verteidigung oder sonst was geneint sondern einfach zur allgemeinen Diskussion. Meinungsaustausch, Erklärung des eigenen Sichtwinkels und so ;)
Sanara
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Kurzgeschichten-Wettbewerb - Horror Empty Re: Kurzgeschichten-Wettbewerb - Horror

am 03.09.19 7:39
Ja kommt ehrlich gesagt so rüber :) Aber wenn dem nicht so ist, auch gut. War nicht nur an dich gerichtet, sondern auch an andere die sich wirklich beschwert haben.
Sanja
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Kurzgeschichten-Wettbewerb - Horror Empty Re: Kurzgeschichten-Wettbewerb - Horror

am 04.09.19 12:20
@Spartan0712 schrieb:...
Vorschlag zum nächsten Thema: Erstkontakt

Klingt nach einem Interessanten Thema... Könnten wir das schon für die nächste Runde festlegen? Dann könnte man schon anfangen, sich Gedanken um eine Story zu machen. ;-)
Akeem
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Kurzgeschichten-Wettbewerb - Horror Empty Re: Kurzgeschichten-Wettbewerb - Horror

am 04.09.19 12:32
Wir können gerne auf ein Thema festlegen. Werde mich im Laufe des Tages dran machen.
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